Marken die Wiege der Montefeltro
Will man die gut sichtbaren Zeichen der Montefeltro entdecken, muss man sich nach San Leo (PU) begeben, ein Dorf, das auf einem riesigen, unzugänglichen Felsen liegt: Hierher gelangt man über eine in den Felsen geschlagene Straße.
Auf der höchsten Spitze des Felssporns erhebt sich die uneinnehmbare Befestigungsanlage, die Federico III von Montefeltro erbauen ließ und in der die Grafen Cagliostro und Felice Orsini, während der päpstlichen Herrschaft, als die Festung in ein Gefängnis umgewandelt wurde, gefangen gehalten wurden.
In der Stadt weilten Dante und der Hl. Franziskus von Assisi: das Zimmer, in dem das Gespräch zwischen den beiden Männern stattfand, ist noch heute erhalten.
Bemerkenswert ist auch das architektonische Erbe: die vorromanische Pfarrkirche, der romanisch-lombardische Dom aus de
m 12. Jahrhundert, die Befestigungsanlage; das Museum für sakrale Kunst das kürzlich im Medici-Palast eingerichtet wurde, die Überreste verschiedener Burgen, darunter die Burgen Pietracuta und Piega, das Dominikanerkloster von Monte, von Pietracuta, die Kirche Montemaggio mit einer wertvollen Kassettenholzdecke.
Das Panorama, das man von San Leo aus genießen kann, ist eines der Schönsten und Typischsten der Region, mit dem weitläufigen Blick über die umliegenden Berge, entlang des Marecchia-Tals, bis zum Meer.
Auch Urbino (PU), die Wiege der Renaissance, beherbergt wertvolle Zeugnisse der Regentschaft der Montefeltro: die gesamte Stadt, die sich als “Weltkulturerbe” bezeichnen darf, und weltberühmte Kunstwerke beheimatet, ist noch heute tief geprägt vom Prunk des Federico von Montefeltro und seines Hofs.
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